Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  
logo
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 262 mal aufgerufen
 Tauchen und Umwelt
nanu Offline




Beiträge: 44

16.11.2003 15:13
RE: Umdenken der Industrie Antworten

Tauchtourismus und Umweltschutz

Gut, es ist keine Bahnbrechende Erkenntnis das in der Tourismusindustrie zum Umdenken gekommen ist. Es werden zwar nach wie vor Taucher aller Ausbildungsstufen auf Booten zusammen gepfercht und zu den entsprechenden Riffen verfrachtet. So konnte ich während meines Urlaubes im Sinai auch einen solchen „Truppenübungsplatz für Taucher“ besichtigen.
Jedoch sorgen die Veranstalter dafür das die Riffe nicht noch zusätzlich durch die Masse der Boote und ihrer Anker geschädigt werden.
Wenn überhaupt noch ein Boot festgemacht wird, dann nur an bereits vorhandenen Bojen.
Sind dies nicht vorhanden werden sogenannte Drift-Divis durchgeführt, d.h. Das Boot folgt an der Oberflächen den Taucher und sammelt diese nach dem Auftauchen in sicherer Entfernung zum Riff ein.
Eine weitere Variante: das Boot kreuzt in einiger Entfernung zum Riff und wartet dort bis die Taucher wieder in der Nähe der „Absprungzone“ auftauchen und fischt sie dann auf.
Aus dieser Verfahrensweisen ergeben sich einige Konsequenzen, die bei der Tauchgangsplanung berücksichtigt werden müssen:

·Schon beim Abspringen darf nicht zu viel Zeit vergeudet werden; denn solange der Motor im Leerlauf ist und die Schrauben sich nicht drehen ist das Schiff manievierunfähig. Also nähert sich das Boot dem Riff erst, wenn alle Taucher bereit sind und diese dann in schneller Folge von der Plattform springen können.

·Während des Tauchganges wird es eigentlich völlig überflüssig sich mit der Navigation zu befassen, da das Boot ja sowie so nicht an einer bestimmten Stelle aufhält.
·Daraus ergibt sich aber auch ein Nachteil für den Taucher, denn es macht es schwer den Tauchplan unter Wasser noch zu ändern und dem Luftverbrauch eines schwächeren anzupassen, da man nie genau weis wo sich das Schiff genau befindet.

·Taucht man zu früh auf kann es sein das man entweder im ungünstigsten Fall von der Crew auf dem Boot nicht als eigener Gast erkannt wird und lange darauf warten muss eingesammelt zu werden oder aber eine etwas weiter Strecke an der Wasseroberflächen zurück legen muss um den „Sammelplatz“ zu erreichen.

·Meist kann man das Boot zwar nicht sehen, aber dafür hören und schon ist es mit der ruhe unter Wasser aus. Der Lärm mehrer Boote kann schon ganz schon nerven.

·Auch sollte man berücksichtigen das es nicht ratsam ist in einiger Entfernung zum Riff aufzutauchen. Denn auch wenn das Wasser klar ist und man meint sein Boot gefahrlos antauchen zu können heißt das nicht das kein weiter Schiffsverkehr an der Oberfläche herrscht.

·Im Optimalfall bleibt die Gruppe zusammen und taucht geschlossen im Schutz des Riffes auf. Verlässt dann gemeinsam für alle Kapitäne gut erkennbar das Riff in Richtung der See um dann vielleicht zusätzlich mittels einer Strömungsleine in eine für das Boot sichere Entfernung zum Riff gezogen zu werden.

·Um bei dieser Prozedur zu vermeiden Wasser schlucken oder Abgase des Motors einzuatmen sollte man Maske und Lungenautomat auf bzw. im Mund behalten.

·Was für den Sprung von der Plattform gilt, trifft ebenso für das wieder an Bordgehen zu. Es darf nicht zu lange dauern. Also auch wenn es unkomfortabel zu sein scheint, bitte keine Zeit damit verlieren an der Leiter erst noch Flossen und Bleigurt loswerden zu wollen, nachdem man schon Lampe oder Fotoapparat hochgereicht hat, damit nachrückende Taucher auch schnellst möglich an Bord klettern können.

 Sprung  
Xobor Forum Software von Xobor | Forum, Fotos, Chat und mehr mit Xobor
Datenschutz